St. Elisabeth-Hospital Herten Gesundheitsversorgung optimiert
Das St. Elisabeth-Hospital liegt am westlichen Rand von Herten. Seit seiner Errichtung 1973 als Betonskelettbau mit Fertigteilen wurde das Krankenhaus kontinuierlich weiterentwickelt und erweitert.
Damit die chirurgische Versorgung auch in Zukunft gesichert ist, hat unser Architektenteam ab 2023 die OP-Bereiche umfassend modernisiert und erweitert. Der OP-Trakt wuchs dabei von 1.500 auf 2.000 Quadratmeter.
Alle Bauarbeiten wurden während des laufenden Krankenhausbetriebs umgesetzt. Im Fokus standen die Operationsflächen inklusive Nebenräume, die Erweiterung der Zentralen Notaufnahme, die Liegendkrankenanfahrt und die Technikzentrale.
Das ehemalige Parkdeck samt Untergeschoss wurde um zwei Etagen aufgestockt und die Klinik um neue OP-Flächen erweitert.
Der Farbton der lasierten Faserzementplatten der Fassade orientiert sich farblich am Bestandsgebäude.
Ein Teil des bestehenden Gebäudes wurde überbaut und über ein aufgeständertes Bauteil erweitert.
„Aufgrund von Bergschäden mussten wir den Erweiterungsbau an das über zwei Achsen geneigte Bestandsgebäude anpassen.“ – Raphael Büsing, bauleitender Architekt, Krampe Schmidt Architekten
„Im neuen OP-Trakt entstanden zusätzliche Flächen für vier stationäre OP-Säle, einen Hybrid-OP sowie die erforderlichen Nebenräume.“ – Karla Katzwinkel, Architektin, Krampe Schmidt Architekten
Eine Reinraumdecke mit Reinraumklasse 1a sorgt für optimale OP-Luftqualität.
Elektrisch gesteuerte Rolladensysteme ermöglichen einen flexiblen Sichtschutz im OP-Saal.
Der Dokumentationsplatz bietet eine in die Wand integrierte Tastatur.
Tageslicht gelangt über Fensteröffnungen der Türen und Wände in den OP-Saal.
Der große OP-Saal ermöglicht chirurgisches Arbeiten bei Tageslicht.
Optimierte Abläufe bilden sich auch in den Grundrissen der OP- und Flursysteme ab.
Großformatige Folierungen auf den OP- und Einleitungstüren sorgen für eine maximale Orientierung im neuen OP-Trakt. Die zentrale Einleitungszone befindet sich jeweils gegenüber der OP-Räume.
Alle OP-Räume sind mit raumhohen Automatik-Schiebetüren ausgestattet.
Individuelle Designs mit regionalen Motiven aus Herten und Umgebung setzen Akzente an den Stirnseiten der OP-Räume.
Umbettungsräume sind mit jeweils zwei Deckenliftern ausgestattet.
Ein zentraler Flur verfügt über eine integrierte Reinigungszone für Lafetten.
Einleitungsräume liegen gegenüber den OP-Sälen. Eine eingebaute Lichtdecke sorgt für ein angenehmes, beruhigendes Licht.
Blick in einen von insgesamt vier Einleitungsräumen.
Der Aufenthaltsraum für OP-Mitarbeitende bietet einen Blick ins Grüne.
Alle Umkleideschränke für das medizinische OP-Personal sind mit digitalen Schließsystemen ausgestattet.
Der Umkleidebereich bietet auch weiteren Mitarbeitenden Platz und offene Fächer für großformatige Kleidungsstücke wie Motorradhelme oder Stiefel.
Blick auf den Erweiterungsbau mit vorgelagerter Liegendkrankenanfahrt.
„Neu gestaltet haben wir auch die Liegendkrankenanfahrt der Zentralen Notaufnahme.“ – Inga Sörensen, bauleitende Architektin, Krampe Schmidt Architekten
Die Notaufnahme ist direkt von der Liegendkrankenanfahrt aus erreichbar.
Zwei neue Isolierzimmer ergänzen die Notaufnahme.
Die neue Zufahrt ist als Schleusensystem organisiert und erlaubt ein großzügiges Rangieren der Einsatzfahrzeuge.
Die neu gestaltete Ausfahrt erleichtert die Abfahrt der Rettungsfahrzeuge.
St. Elisabeth-Hospital Herten
Standort: Im Schloßpark 12, 45699 Herten
Bauherr: Stiftungsklinikum PROSELIS gGmbH
Erweiterung und Umbau: 2023-2025
