Aufstockung Marien Hospital Herne

WAZ: „Herner Marien Hospital eröffnet zwei Stationen“
Herne. In nur 18 Monaten Bauzeit ist das Herner Marien Hospital um zwei Stationen aufgestockt worden. Und das war nicht die einzige Baumaßnahme.Es war der Klassiker: Oben, auf der Panoramastation, wurde bereits gefeiert, zwei Etagen tiefer zogen die Handwerker noch die letzten Silikonfugen. Nichtsdestoweniger war gestern die Eröffnung der aufgestockten neunten und zehnten Etage des Herner Marien Hospitals eine Punktlandung. In gerade 18 Monaten ist das Universitätsklinikum am Hölkeskampring um zwei Geschosse in die Höhe gewachsen und gilt jetzt, so Theo Freitag in seiner launigen Ansprache, auch ganz offiziell als Hochhaus.
Blick weit über das RuhrgebietDer Geschäftsführer der St. Elisabeth Gruppe, zu der das Marien Hospital gehört, verschwieg aber auch nicht die „riesige Herausforderung“, die für alle damit verbunden war, für die Mitarbeiter, die Patienten, die Architekten und Planer, den Statiker und vor allem die Handwerker. Der Fertigstellungsstichtag „30.6.2016“ habe sich zum Unwort der Jahre 2015 und ‘16 entwickelt – aber er sei, zum Schluss mit sieben Tagen Arbeit in der Woche und mancher Nachtschicht, eingehalten worden. An einigen Tagen hätten 290 Handwerker gleichzeitig gearbeitet. „Es gab kein Zurück,“ so Freitag, „die Umzugstermine mussten eingehalten werden.“ Denn bereits seit gestern werden die Patienten der Urologie und Neuro-Urologie von der Klinik in Börnig in das Marien Hospital verlegt. „Einen Plan B hatten wir nicht“, so Theo Freitag.
Die Panoramastation bietet auf 1530 Quadratmetern Platz für 44 Betten, aufgeteilt in Ein- und Zweibettzimmer. Die Räume sind hell und freundlich, mit bodentiefen Fenstern und Balkonen. Und von dort aus macht die Panoramastation ihrem Namen Ehre: Der Blick reicht weit übers Ruhrgebiet, schon fast bis ins Münsterland hinein, die Arena auf Schalke und die Halde Hoheward scheinen nur einen Manuel-Neuer-Abstoß entfernt. Jedes der Zimmer ist mit einem eigenen Bad ausgestattet und einer eigenen Fäkalienentsorgung, was unter hygienischen Aspekten von großem Vorteil sei, so Theo Freitag im Gespräch mit der WAZ. Für Patienten und Besucher gibt es außerdem einen modernen Loungebereich mit Kaffeebar.Nach dem Vorbild der Panoramastation und der darunter liegenden neunten Etage werden Schritt für Schritt alle weiteren Stationen umgestaltet. Anfang Mitte 2019 sollen die Arbeiten im und am Marien Hospital abgeschlossen und das Universitätsklinikum komplett durchsaniert und auf dem neuesten Stand sein. In den vergangenen Monaten wurden jedoch nicht nur die beiden Stationen aufgesetzt, sondern auch der Eingang völlig neu gestaltet, neue Hörsäle, fünf neue Operationssäle, ein Anbau für die Kardiologie und die geriatrische Tagesklinik neu geschaffen – alles im laufenden Betrieb. Bis jetzt, so Freitag, seien 40 Millionen Euro in das Marien Hospital investiert worden – „und es werden sicher noch einmal 40 Millionen werden.“ Denn schon Mitte des Monats geht der Umbau weiter.Nach dem Umzug der Neuro-Urologie und der Urologie in das Marien Hospital bleibt als einzige Abteilung vorerst noch die Kinderchirurgie am Standort Börnig.Ab 18. Juli gehen im Marien Hospital am Hölkeskampring die Arbeiten weiter: mit dem Neubau der fünf Kreißsäle, der Station für Geburtshilfe und der Gynäkologie.Dennoch können dort auch während der Bauphase Babys zur Welt kommen: „Das schaffen wir durch eine geschickte Bauplanung“, so Theo Freitag.

Gabriele Heimeier

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